David Friedländer (1750 bis 1834), nach dem die Sprachschule benannt wurde, war ein Aufklärer und tätiger Streiter für eine geachtete Stellung der Juden in Preußen, für die Gleichstellung der »Fremden«.

Wie sein Freund Moses Mendelssohn verbreitete er den Gedanken der Toleranz und trug viel zur Emanzipation der Juden bei. David Friedländer gründete in Berlin die erste jüdische Freischule und ließ in deutscher Sprache unterrichten, damit sich die Menschen unterschiedlicher Kulturkreise, Ostjuden und Deutsche, einander näherkamen oder, wie wir heute sagen, um Integration zu bewirken. Er wurde der erste üdische Stadtverordnete Berlins.
Heinrich Heine, auch ein Freund David Friedländers, würdigte dessen Wirken u. a. in seinem 1823 zuerst erschienenen Essay »Über Polen«. Auf dem jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee ist David Friedländers Grab zu besichtigen.